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Internetreisetagebuch: Samstag,
2005-09-24 |
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Der Samstag stand zur freien Verfügung, also schliefen wir aus *g* bis 10.00 Uhr.
Kristin und Katharina haben von Freitag auf Samstag bei Lindas Austauschschülerin geschlafen.
Deswegen haben wir uns am Bahnhof getroffen und sind nach Kopenhagen zu fahren.
Die Innenstadt bietet ja auch genug Möglichkeiten ausgiebig shoppen zu gehen und seine Kronen
auszugeben. Nach 3 Stunden shoppen in Stroget hatten wir gerade mal 1/3 der Einkaufspassage geschafft.
Wir (Eva und Laura) haben uns dann mit Nanna und ihrem Freund getroffen um uns dann mit Nannas
Vater beim Tivoli zu treffen. Um unseren kleinen Hunger zu stillen, mussten wir dann eine Pizza
für 15 Euro (!!!) essen. Eva amüsierte sich danach bei dem Anblick der anderen in den Karussells,
besonders beim Free-fall Tower. Wie es der Zufall wollte, trafen wir noch auf unsere besonderen
Lieblingslehrer Frau Kamender und Herrn Tenbrock. Spät abends sind wir nach Hause gefahren, haben uns noch einen Film angeguckt
und sind dann schlafen gegangen.
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Am Ende unseres Einkaufsbummels durch Kopenhagen sind Katharina,
Kristin, Melanie, Christina,
Mette und ich zurück zum Bahnhof gelaufen.
Dort sollte ich in den Zug einsteigen, um zurück zu meiner Austauschschülerin zu fahren.
Als ich in mein Portemonnaie sah, sahen meine finanziellen Mittel allerdings eher schlecht
aus und die anderen
Mädchen suchten schon
zwanghaft nach Kleingeld in ihren Taschen.
Mette wollte mir schließlich das restliche Geld leihen, das mich nun noch von
meiner Zugfahrkarte abhielt, als ich mir allerdings durch
den Kopf gehen ließ, dass ich zuhause von einer, zur Zeit komischer Weise etwas zickigen
Kerstine erwartet werden würde, die auf eine Party wollte auf der ich niemanden kannte
und wo nur Dänen waren, drückte ich kurzerhand einfach die Returntaste. Mette schaute
mich etwas erschrocken an und ich versuchte ihr in gebrochenem Englisch zu erklären,
dass ich ganz einfach bei ihr bleibe, da ich keine Lust hatte, zurück zu gehen. Ich bin
mir nicht ganz sicher ob sie verstanden hatte, was ich ihr da zu erklären versuchte,
freundlich wie sie allerdings nun mal ist, nickte sie energisch und auf dem Weg zu
ihrer Wohnung versuchten wir ihr bei zu bringen, warum ich den ganzen Stress hier veranstaltete.
Zuhause begrüßte uns mit gesenktem Blick Mettes Freund. Ich glaube nicht, dass er gerade erfreut
darüber war fünf fremde Mädchen mit seiner Freundin in seiner Wohnung zu sehen. Zumal sich die
beiden nur am Wochenende treffen können, da er weit entfernt von Kopenhagen zur Schule geht.
Ich denke das er noch weniger darüber erfreut war, dass wir uns ohne Scham sofort auf seinem
Sofa breit machten und somit räumte er fünf Minuten nach unserer Ankunft das Feld. Mette stand
derzeit in der Küche und kochte für uns. Hilfe war nicht erwünscht, nicht einmal mehr beim Decken
sollten wir ihr zur Seite stehen.
Während auf dem Fernseher deutsches Programm lief und alle Gäste gemütlich auf
dem Sofa mit Tellern in der Hand hockten, saßen Mette und ihr Freund im Esszimmer
und unterhielten sich. Ich aß nichts, da ich mir als nicht eingeplanter Gast irgendwie doof vorkam.
Nach dem Essen war es für uns logischer weise verboten abzuräumen.
Wir saßen noch lange vor dem Fernseher, inzwischen hatte ich meine Dänin darüber informiert, dass
ich nicht "nach Hause" zurück kommen werde, was sie zu meiner Verwunderung überhaupt nicht schlimm
fand und so schnell es ging den nächsten Zug nach Kopenhagen nahm, um mit uns den Abend zu verbringen.
Mein schlechtes Gewissen machte sich langsam bemerkbar.
Später kamen Gudi, Peter und deren Austauschschüler Sarah und Karen zu uns
um ein bisschen mit uns vor zu trinken. Kerstine war schon vor ihnen eingetroffen.
Wir unterhielten uns lange und schließlich kam das weitere Programm an diesem Abend
zur Ansprache. Mette schloss sich verständlicher Weise aus, da ihr Freund zuhause bleiben
wollte und sie den Abend zuvor auf einer Party war, von der sie erst um 4 Uhr Morgens zurückkehrte.
Sie hatte nur vier Stunden geschlafen und sah dementsprechend müde aus.
Ich überlegte lange, da auch Kerstine an diesem Abend nicht mehr losgehen wollte.
Es bereitete mir zwar ein noch schlechteres Gewissen, als allerdings abgeklärt war, dass ich wieder einmal bei
Mette übernachten konnte, stimmte ich nach langem Überreden zu.
Es war Samstagabend und wir waren nun mal mitten in Kopenhagen. Da mussten wir einfach was unternehmen.
Innerhalb von ein paar Minuten sprangen alle auf und machten sich fertig. Katharina lieh mir
zum Glück etwas zum Anziehen.
Nicht mal mehr eine Stunde später waren wir schon auf dem Weg zu einer Bar, die Gudis Vater gehörte.
Wir hatten Freibiergutscheine und tranken uns ein bisschen lustig.
Eine Stunde später gingen wir weiter zu einem Club. Dort musste man auf der Gästeliste stehen
um hineinzukommen, doch schien das nicht das eigentliche Problem zu sein.
Gudi und Peter standen beide auf dieser Liste allerdings kamen die Mädels mit Gudi rein,
die, die mit Peter gehen wollten nicht. Gudi erklärte nachher, dass es oft an der Hautfarbe läge.
Viele der Türsteher seien selbst Farbig, ließen farbige allerdings nicht rein.
So liefen wir zur "Australianbar", in der wir schon am Donnerstag unseren
ersten gemeinsamen Abend verbrachten.
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Internetreisetagebuch: Samstag,
2005-09-24 |
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