Ein Heizer im Textilmuseum
Für den 2. April stand eine Fahrt zum Textilmuseum in Bocholt auf dem Programm.
Gegen 10 Uhr dort angekommen wurden die Dänen und die Deutschen zur Erleichterung der Kommunikation (englisch- und deutschsprachige Führung) getrennt. Für die Deutschen fing es bei verregnetem Wetter (das müssen die Dänen im Gepäck gehabt haben, denn mit ihrer Abreise setzte auch, zumindest für die Osterferien, das gute Wetter wieder ein) draußen an, wo die schönen Fabrikfenster (im Original erhalten) und das Gemäuer betrachtet werden konnten. Wir setzten den Fußmarsch in Richtung eines Arbeiterhauses fort, das uns unglaublich klein erschien bei der Vorstellung an die Größe der Familien zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach einem Blick in den Nutzgarten (der immer noch genutzt wird) ging es rüber in das Fabrikgebäude.
Die erste „Abteilung“,
die uns vorgestellt wurde, war die des Heizers. Der hatte den härtesten Job
(den ganzen Tag Kohle in den Dampfkessel schaufeln), hatte am längsten anwesend
zu sein und war bei weitem nicht der Bestbezahlte. Weiter ging es in den
Maschinenraum – der ganze Stolz des Fabrikanten. Und das sah man: schöne
Fliesen und schöne Wandverzierungen sowie Riesenfenster und –türen in
Schnörkeloptik.
Anschließend ging es in die Weberei, die laut und staubig war. Dort werden u.a. für die momentan laufende LAGA Handtücher hergestellt!
Den letzten Stopp legten wir im Universalbüro ein, wo der Chef, die Sekretärin und der Buchhalter gemeinsam untergebracht waren. (Interessant: Das „Kopiergerät“ des frühen 20. Jahrhunderts brauchte nur 1 Stunde für 1 Kopie!)
Danach ging es zum Schlafen in den Bus und bei der Gelegenheit machten viele ein Nickerchen, um sich auf den anstrengenden Shopping-Marathon im CentrO vorzubereiten.
Gewonnen hat Marie mit 5 Tüten randvoll bepackt!! Gratulation! (Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnten: Am Freitag in Amsterdam toppte sie diesen, ihren eigenen Rekord.)