Internetreisetagebuch: Freitag 11. April 2003

 Abschied der Dänen

Am letzten Tag war das Wetter so wie ein jeder es sich bei einem Abschied vorstellt: Kalt, regnerisch, ganz einfach traurig. So standen wir alle zusammen total ineinander verwuselt auf dem Schulhof und warteten auf den Bus. Einige voller Hoffnung, andere scheinbar von Trauer erfüllt. Da am Tage zuvor die Abschiedsparty stattgefunden hatte, waren der Zustand einiger dementsprechend. Jeder der versuchte eine Konversation zu führen, wurde nur sehr schwerfällig von den anderen wahrgenommen. Als der Bus kam, ging das große Krabbeln los. Die Dänen packten ihre Säcke, Taschen, Koffer, etc. und steckten sie eifrig in den Bus.

Danach gingen sie noch einmal alle emotional berührt zu ihren deutschen Freunden und verabschiedeten sich. Selbst unsere Lehrer wurden gedrückt und geknuddelt.
Als alle im Bus waren, konnte man schon auf Anspannung der Deutschen spüren, war es Trauer oder doch die Freude nicht mehr auf jemanden den ganzen Tag Rücksicht nehmen zu müssen? Dies wird wohl immer in Frage stehen.

 

Als der Bus losfuhr, wurden wir noch mit einem nackten Hinterteil von einem der Dänen verabschiedet. Es gibt zwei Wege dies zu interpretieren:
1. Die Person wollte sich bedanken und uns etwas zeigen, was nur sehr wenige sehen dürfen, und uns somit schlussfolgernd in seinen engeren Freundeskreis einbeziehen oder
2. er fand die ganze Sache für den A***h und ist froh weg zu sein.

Wir waren aber alle sicher, dass es sich um das Erstere handeln konnte. So verließen wir traurig, aber auch irgendwie erleichtert, alles gut überstanden zu haben, den Schulhof und begaben uns Richtung Heim oder genauer... ins Bett.

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